Sonntag, 18. September 2016

Aioli - ohne Ei

Gestern hatte ich Freunde im Haus, ein Paella-Abend stand auf dem Programm. Dazu gehört natürlich auch, dass man ein paar Schmackofatzis vorne weg serviert, und was wäre ein Abend, der unter culinarisch-spanischer Flagge steht, ohne Aioli.
Natürlich kann man dafür unter gekaufte Mayonaiese einfach ein paar Knoblauchzehen rühren. Das kann man aber auch lassen. Man kann die ganze Geschichte auch selber anrühren, wobei das mit dem Ei und dem Öl ja auch immer eine Sache ist, wo man viel falsch machen kann, oder was zumindest schief gehen kann.
Ich habe aber ein Rezept gefunden, das nur mit Milch und Öl funktionieren sollte . . . ich war gespannt.

Man gibt 100 ml Milch (ich habe frische Vollmilch genommen) und 200 ml Sonnenblumenöl in ein hohes Gefäß. Dazu Salz, Pfeffer und 2-3 gepresste Knoblauchzehen.
Jetzt stellt man eine Pürrierstab hinein und - ganz wichtig - man macht ihn noch NICHT an!
Erst beim hochziehen darf man ihn anmachen . . .das Ganze macht man 4-6 mal . . .
. . . und schon hat man eine mayonaisegleiche Knoblauchcreme, sprich Aioli.
Das Ganze schmeckt man noch mit Salz und Pfeffer ab und stellt es in den Kühlschrank.
Ich muss zugeben, ich war sehr skeptisch, aber es hat super funktioniert. Ich wollte zur Sicherheit noch herkömmliches Aioli machen, also mit Eigelb, aber das konnte ich getrost sein lassen. War super lecker, etwas leichter als mit Ei und die Gäste waren begeistert. Ich denke, schneller und unfallfreier kann man Aioli nicht selber machen.

Und diese Paella gab's danach (steht schon hier im Blog):

Mittwoch, 14. September 2016

Hähnchen-Chop Suey - low carb, oder auch nicht

Hähnchen-Chop Suey, also was Chinesisches. Das kann man auch ganz gut ohne Reis essen, so dass es mega low carb ist . . . und darauf steht meine Große grad sehr. Für mich muss natürlich Reis dazu, aber so war damit allen gedient.

Zuerst schneidet man 2 Möhren in dünne Scheiben, 1 Zwiebel in Halbmonde, 1-2 rote Paprika in essbare Stücke, 1 Bund Frühlingszwiebeln in 2cm-Stücke, hackt 2-3 Knoblauchzehen und schneidet 4-6 dünne Scheiben Ingwer .
500 g Hähnchenbrust werden in dünne Streifen geschnitten . . .
. . . und mit dem Knoblauch in einem Wok in Sesamöl angebraten und dann aus dem Wok genommen.
In dem Wok brät man dann die Zwiebel, den Ingwer und die Möhren an, . . .
. . . gibt dann die Paprika und die Frühlingszwiebeln dazu, . . .
. . . und rührt dann 4 EL Soja-Sauce ein und gibt ca. 200 ml Wasser dazu.
Man lässt alles etwas köcheln und gibt dann noch ein Glas Mungobohnenkeimlinge dazu.
Wer will, kann das Ganze mit Sambal Olek scharf würzen und ggf. mit etwas in kaltem Wasser gerührter Speisestärke binden. Mit Basmati-Reis wird dann serviert.
War sehr lecker . . . wenn man natürlich die Speisestärke einrührt, ist das Ganze nicht mehr so ganz low carb, man kann sie aber auch weg lassen, das geht ganz gut . . . sehr zu empfehlen :-) . . .

Samstag, 10. September 2016

Champignons a la grecque - eine französische Vorspeise

Ich hab dieses Rezept mit den Champignons a la grecque gesehen und mich gewundert, dass die Champignons nach 3-4 Stunden auf dem Herd nicht komplett matschig und schwabbelig sein sollten, sondern ganz im Gegenteil, fest. Das konnte ich so ungesehen nicht glauben, so dass es nur eine Alternative gab: ausprobieren. So ist es dieser Tage dann auch geschehen:
Champignons a la grecque . . .

Zuerst würfelet man eine Gemüsezwiebel und hackt 2-3 Knoblauchzehen. Außerdem putzt man die Champignons, etwa 750 g, die größeren halbiert oder viertelt man.
Man gibt die Zwiebeln, den Knoblauch und die Champignons in einen Topf un vermengt sie mit 3 EL Tomatenmark, 3 EL Rotweinessig, 4 EL geschmacksneutralem Öl, 300 ml Wasser, Salz und Pfeffer.
Das war's auch schon, das Ganze wird jetzt auf den Herd gestellt einmal kurz aufkochen gelassen und dann 3-4 Stunden bei sehr kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel vor sich hinköcheln gelassen. Hin und wieder muss man mal umrühren.
Zum Schluss schmeckt man mit Salz und Pfeffer ab, mengt gehackte Petersilie unter . . .
. . . und serviert mit frischem Baguette und einem kühlen Glas Wein.
. . . und in der Tat, die Champignons waren schön fest und gut zu essen . . . nix matschig, nix schlabberig, einfach nur lecker . . . nur sehr spontan ist diese Vorspeise auf Grund der langen Garzeit nicht ;-) . . .

Freitag, 9. September 2016

Pariser Schnitzel mit Gemüserösti - Wiener Schnitzel ohne Paniermehl

Wiener Schnitzel ohne das Paniermehl drum herum sind ja Pariser Schnitzel. Nur falls jemand das noch nicht wusste. Ich wusste es zum Beispiel vorher nicht. Also schon, dass man Schnitzel wohl auch nur in Mehl und Ei wendet und dann direkt anbrät, aber eben nicht, dass das damit dann automatisch Pariser Schnitzel werden.
Dazu gab es Gemüserösti.

Für die Gemüserösti hobelt man ca. 600 g Süßkartoffeln, 1 Zucchino und 2-3 Möhren. Außerdem schneidet man 4-5 Frühlingszwiebeln der Länge nach auf und dann in dünne Ringe. Alles wird miteinander vermengt und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Dann mengt man 1 Ei und 2-3 EL Mehl unter und schmeckt das Ganze nochmal mit Salz und Pfeffer ab.
Dann brät man die Gemüserösti (immer etwa 1 EL großzügig voll in einer Pfanne gut zusammendrücken) in Öl an. Mittlere Hitze, sonst verbrennen sie außen zu schnell und sind innen noch roh.
Parallel dazu brät man die Schnitzel an. Damit aus Schnitzeln Pariser Schnitzel werden, klopft man sie platt, würzt sie mit Salz und Pfeffer, wendet sie nacheinander in Mehl und dann in Ei und brät sie in Öl an. Ebenfalls mittlere Hitze.
Mit den Gemüserösti zusammen und vielleicht einem Salat kann serviert werden.
Die Schnitzel waren super lecker, genauso wie die Gemüserösti. Die waren allerdings etwas mühsam zu händeln, da sie natürlich auf Grund fehlender Stärke nicht so gut zusammen gehalten haben, wie das beispielsweise herkömmliche Reibekuchen machen. und das gab beim Wenden Ärger.
Aber sie waren richtig lecker, also sehr empfehlenswert.

Mittwoch, 7. September 2016

Schweinemedaillons in Paprika-Rahm-Sauce mit gebratenem Blumenkohl

Ich traue es mich hier kaum zu sagen, aber ich habe das Rezept mit dem gebratenen Blumenkohl gesehen und gedacht, dass sich das sehr lecker anhört. Und dann hab ich dazu ein passendes Fleischgericht gesucht. Also wer mich kennt, der muss zumindest eine kleine Rumpelei in seiner Weltordnung wahrnehmen. Normalerweise ist es genau anders herum. Aber gut so war es halt.
Deswegen gab es eigentlich gebratenen Blumenkohl mit Schweinemedaillons in Paprika-Rahm-Sauce.

Zuerst schneidet man den Blumenkohl in Röschen und gibt sie für etwa 5 Minuten in kochendes Salzwasser.
Den Blumenkohl gießt man dann ab und dünstet 2-3- gepresste Knoblauchzehen in Öl an.
Dann gibt man den Blumenkohl mit in die Pfanne, . . .
 . . . salzt ggf. nochmal nach und brät ihn bei durchaus kräftiger Hitze an.
Währenddessen vermengt man Mehl mit reichlich scharfem und edelsüßem Paprikapulver, . . .
. . . schneidet ein Schweinefilet in Medaillons, würzt sie mit Salz und Pfeffer und wendet sie in dem Mehlgemisch.
In Öl werden sie angebraten und dann bei 60 Grad in den Ofen gestellt zum warmhalten.
In dem Bratfett werden dann 2 in Ringe geschnittene Zwiebeln angebraten.
Derweil vermengt man 1 Becher Creme fraiche mit etwas Zitronensaft, Tabasco (so viel wie man halt verträgt), Zucker und etwas Salz.
Diese Mischung wird zu den Zwiebeln gegeben, kurz aufkochen gelassen, . . .
. . . bevor man TK-Erbsen und in Streifen geschnittene eingelegte Paprika aus dem Gals dazu gibt.
Das Ganze lässt man noch 5 Minütchen köcheln, schmeckt mit Salz und Pfeffer ab . . .
. . . und serviert mit dem gebratenen Blumenkohl.
Magnifique, es war großartig. Aber ich muss sagen, so lecker das Fleisch mit dem Sößchen auch war, der Blumenkohl hat das Ganze noch übertroffen. Sehr empfehlenswert.
Ob man für die Paprika-Rahm-Sauce auch frische Paprika nehmen kann? Klar, kann man, aber durch den Geschmack dieser eingelegten Paprika kriegt das Ganze so eine etwas besondere Note. Vielleicht kann man überlegen, frische UND eingelegte Paprika gemeinsam zu verwenden. Aber ganz auf die eingelegten würde ich nicht verzichten.

Samstag, 3. September 2016

Blumenkohl-Brokkoli-Risotto mit Hähnchenbrustfilet

Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Risotto gemacht habe. Ich wollte mal mein Risotto-Programm etwas erweitern und bin dabei eben auf dieses Blumenkohl-Brokkoli-Risotto gestoßen. Hörte sich interessant an, was ja Grund genug sein kann, um bei mir auf der Speisekarte zu landen.

Zuerst schneidet man einen Blumenkohl und einen Brokkoli in Röschen und gart sie in Gemüsebrühe bissfest, naja, eher etwas weniger als bissfest.
In einer hohen Pfanne dünstet man eine gewürfelte Zwiebel und 2-3 gehackte Knoblauchzehen in Öl an.
Dann gibt man etwa 250 g Risottoreis dazu und dünstet ihn kurz mit an.
Mit der Gemüsebrühe, in der man den Blumenkohl und den Brokkoli bissfest gegart hat, gießt man nun, wie beim Risotto üblich, den Reis nach und nach auf, gibt auch immer ein paar Blumenkohl- und Brokkoliröschen dazu und wiederholt das unter Rühren solange, bis der Reis fast gar ist.
Bevor der Reis ganz gar ist, würzt man mit Salz, Peffer und Oregano und rührt so viel Parmesan unter, wie man halt mag.
Jetzt gibt man noch soviel Brühe dazu, wie nötig ist, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen, rührt einige Blätter frisches Basilikum (gehackt) unter, schmeckt das Ganze ab . . .
. . . und serviert mit Hähnchenbrustfilet oder auch Schweinemedaillons.
War lecker, aber auch nicht überragend. Irgendwie hab ich mir etwas mehr davon versprochen. Ich weiß nicht so recht, wie ich es einsortieren soll. Also geschmeckt hat es, aber es war eben auch kein Geschmacksfeuerwerk.