Samstag, 12. Oktober 2013

Cevapcici mit Djuvec-Reis...sowas gab's auch mal im Aldi

Ich weiß nicht, wer sich noch daran erinnert, aber in den 80er Jahren gab es im Aldi-Süd mal Cevapcici mit Djuvec-Reis in so einer Aluschale für 59 Pfennig, oder sowas. Da war alles schon fertig drin und man musste das Ganze nur im Wasserbad erhitzen. Die Packung sah aus, wie heute das Cäsar-Hundefutter...sicherlich war es das auch... Man mag es im nachhinein kaum für möglich halten, aber sowas haben wir in der Studentenwohnheimküche des Öfteren mit einem guten Schlag Ketchup gegessen. Unglaublich. Aber damit ist auch bewiesen, dass der menschliche Körper ganz schön was abkann...

Naja, als ich heute beschloss, Cevapcici mit Djuvec-Reis zu kochen, war diese Studentenwohnheimsküchenerinnerung jedenfalls nicht Auslöser für diese Entscheidung...sonst hätte ich es mir vielleicht nochmal anders überlegt...ich hab mich beim Kochen einfach daran erinnert ;-)

Für die Cevapcici habe ich Hackfleisch mit Knoblauch (fein gehackt), Salz, Pfeffer und ordentlich Paprikapulver vermengt.
Dann kam noch ein halbes Päckchen Backpulver dazu, damit die Cevapcici nachher schön locker sind.
Alles wird gut durchgerührt, dann zu Cevapcici geformt und ab für 2 Stunden in den Kühlschrank.

Für den Djuvec-Reis wird Reis (250 g) gekocht. Parallel werden 4 Zwiebeln gewürfelt, eine rote und eine gelbe Paprika in kleine Stücke geschnitten und 2 Zehen Knoblauch fein gehackt.
Das alles wird kurz angedünstet...
...bevor eine Dose geschälte Tomaten dazu gegeben wird.
Dann kommt ein Deckel auf die Pfanne und alles köchelt leise etwa 10 Minuten vor sich hin.
Anschließend gibt man den fast garen Reis dazu und mengt ihn unter.

Parallel brät man jetzt die Cevapcici an.


Unter den Reis gebe ich jetzt noch einen guten Schlag Ajvar und würze ihn mit Chilipaste und ordentlich Paprikapulver.
Schon kann mit eine Schlag Ajvar serviert werden...eigentlich passt ja ein Kölsch am Besten dazu, aber ich hatte eben mal wieder Lust auf ein Gläschen Rotwein, also ging das auch ;-)

Und mit dem Aldi-Fraß von vor 25 Jahren hatte das nix zu tun...

Mittwoch, 9. Oktober 2013

gefüllte Paprika - eine Entscheidung am frühen Morgen

Als ich heute morgen, noch in einem Zustand, der einem sogar Straffreiheit zugestehen könnte (und wer mich kennt, weiß, dass es so ist;-)  ), sollte man etwas Unüberlegtes tun, sah ich, dass ich im Kühlschrank noch Hackfleisch hatte. Warum meine erste Assoziation morgens zwischen 6 und 7 Uhr dann gefüllte Paprika mit Hack ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen...aber es war eben so. Somit stand im fest, was es heute zu Abend geben würde :-)...und es war keine schlechte Entscheidung, wie sich herausstellen sollte.

Das Hackfleisch wird mit gewürfelten Zwiebeln, Semmelbrösel, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und ordentlich Majoran vermischt.
Von den Paprikaschoten wird der Deckel abgeschnitten...dann werden sie ausgehöhlt...
...und mit der Hackmischung gefüllt.
In einem Topf brate ich dann Speckwürfel und gewürfelte Zwiebeln an, bevor ich das übrige Hack dazugebe und es gut anbrate.
Dann schiebe ich alles ein bisschen zur Seite, so dass ich die Paprikaschoten mit der offenen Seite nach unten in den Topf geben kann und die Füllung gut anbrät.
Ich hatte noch ne Paprika übrig, also hab ich die auch noch klein geschnitten und sie mit in den Topf gegeben.
Dann dreht man die Paprikaschoten um, füllt die Topf mit Brühe auf und lässt das Ganze etwa 30 bis 40 Minuten mit geschlossenem Deckel vor sich hin köcheln.
Nach etwa 30 Minuten + kann man die Paprika kurz rausnehmen und das Sößchen mit etwas Tomatenmark, Ajvar und Creme fraiche binden (wer will gibt auch noch einen Schuss Tabasco dazu).
Dann kommen die Paprika wieder in den Topf, man lässt das Ganze noch ein wenig durchziehen....
...und serviert es mit Reis und einem lecker Kölsch :-)
...und es war eine gute Entscheidung heute morgen :-)...fanden auch die Mädels...

Sonntag, 6. Oktober 2013

gebratener Victoriabarsch mit Reis und Tomatensalat - es muss ja auch mal wieder Fisch auf den Tisch

Meine Große erinnerte mich an ihre Forderung von vor geraumer Zeit, dass sie einmal die Woche gerne Fisch auf dem Tisch hätte ;-)...nun tue ich alles, damit der Wille meiner Mädels geschehe und so gab es heute also Victoriabarsch, gebraten mit Reis und Tomatensalat (die wirklich letzten 4 Tomaten aus der Monsterlieferung).

Zuerst werden die Victoriabarschfilets mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft gewürzt.
Dann werden sie in Mehl gewendet...
...und durch geschlagenes Ei gezogen. In das geschlagene Ei rührt man eine ordentliche Portion (bei der Menge sollte man nicht schüchtern sein) Dill.
Dann erhitzt man reichlich Öl (z.B. Traubenkernöl) in der Pfanne und brät die Filet knusprig aus.
Parallel dazu kocht man den Reis und bereitet den Tomatensalat (4 EL Traubenkernöl, 2 EL Balsamico Bianco, einen Schuss weiße Balsamico-Creme, Salz, Pfeffer, wer will etwas Zucker und TK 8 Kräuter)...und schon kann serviert werden...
War wieder unerhört lecker und die Damen waren zufrieden, weil sie ihre Omega-3-Fettsäuren in schmackhafter Form serviert bekommen haben ;-)
Ach ja, und ich nehme dazu ein Gläschen Rotwein...obwohl es Fisch ist...Weißwein ist nix für mich im Glas...

Samstag, 5. Oktober 2013

Tomatensuppe - die Dinger müssen ja weg!

So, jetzt stand ich also noch vor 2 kg Tomaten, die noch von der Massenlieferung letzte Woche übrig geblieben sind. Was macht man damit? Ich entschied mich für Tomatensuppe.

Zuerst werden 4 Zwiebeln gewürfelt, 4 Knoblauchzehen fein gehackt und 2 kg Tomaten geachtelt.
Die Zwiebeln und der Knoblauch werden in Öl glasig gedünstet.
Anschließend kommen die Tomaten dazu, gewürzt mit reichlich Basilikum und Majoran und einer kräfigen Prise Thymian und Rosmarin.
Das Ganze lässt man dann mit geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten köcheln.
Dann gibt ma etwa einen Liter Brühe dazu und kocht alles nochmal auf.
Wenn man das Gefühl hat, das hat jetzt alles lange genug geköchelt, dann lässt man den Pürrierstab seinen Job tun und pürriert die ganze Angelegenheit.
Dann gibt man etwa eine Tube Tomatenmark dazu und einen guten Schluck Gin.
Abschließend alles mit Salz, Pfeffer und wer mag mit Tabasco abschmecken...
...und mit einem Schlag Creme fraiche servieren...
Ich fand das Süppchen sehr lecker...und in den nächsten Tagen wird es wohl noch öfters mal davon geben....aber die 60 Tomaten sind verarbeitet.:-)

Freitag, 4. Oktober 2013

Rievkooche...oder Reibekuchen wie die Dinger woanders heißen...mit Lachs

Die Damen haben mal wieder Rievkooche bestellt und ich fand, das sei eine sehr gute Idee...macht man ja viel zu selten, dabei sind sie sooo lecker...

Zuerst werden rohe Kartoffeln (etwa 2 kg) mit der groben Seite der Reibe gerieben.
Danach reibt man zwei Zwiebeln dazu...ebenfalls mit der groben Seite der Reibe.
Dann kommen vier Eier dazu und ne gute Portion Salz und Pfeffer. Nebebei rührt man in einem extra Schälchen Mehl (etwa 3-4 Esslöffel) und Kondensmilch zusammen, so dass es ne dickflüssige Masse gibt.
  Danach alles verrühren  und die Mehl-Kondensmilchmasse drübergießen und ebenfalls unterrühren.
Jetzt kann die Kartoffelmasse esslöffelweise in einer heißen Pfanne mit nicht zu wenig Öl ausgebraten werden.
Ich mag die Rievkooche ja am liebsten mit ner Scheibe gräuchertem Lachs. Sahnemeerrettich kann drauf, muss aber nicht.
Dazu ein lecker Kölsch und alles ist bestens.

Manche Menschen mögen Rievkooche ja nur mit Apfelmus...ich nicht ;-).

Der einzige Haken an Rievkooche ist, dass sie nicht für eine schlanke Hüfte geeignet sind. Aber ohne richtig viel Öl gibt das nix...dann schmecken sie einfach nicht und sehen auch nicht gut aus...


Donnerstag, 3. Oktober 2013

Hirschgulasch...die Wildsaison wird eröffnet ;-)

Ich hatte noch Hirschgulasch in der Tiefkühle und dachte, es wäre gut, wenn das mal Platz für was Neues macht. Also hab ich mich heute mit Hirschgulasch auseinander gesetzt.

Zuerst habe ich ein schönes Stück Bauchspeck in Butter ausgebraten.
Wenn der Speck schön ausgebraten ist, kommt das Hirschgulasch dazu und wird scharf angebraten. Dann Pfeffer drauf und das Gulasch und den Bauchspeck wieder aus dem Topf rausnehmen.
Im Bratfett werden gewürfelte Zwiebeln angedünstet...
...bevor dann in Scheiben geschnittene Champignons - ich hab heute mal braune genommen - dazu gegeben werden.
Alles zusammen bei geschlossenem Deckel ein wenig vor sich hindünsten lassen. Dann kommt das Fleisch und der Bauchspeck wieder dazu und das Ganze wird mit einem großzügigen Schluck Rotwein und Brühe abgelöscht.
4 bis 6 Wacholderbeeren und 2 Lorbeerblätter dazu, Deckel drauf und etwa ein Stündchen vor sich hin köcheln lassen (den Bauchspeck kann man nach etwa 30 Minuten rausnehmen).
Nach etwa einer Stunde gibt man einen Becher Schmand zum Andicken der Sauce dazu und schmeckt das Ganze mit einem guten Glas Gin ab.
Während alles nun nochmal aufkocht, setzt man Bandnudeln auf, schmeckt das Sößchen nochmal ab (Salz braucht es normalerweise nicht mehr, weil der Bauchspeck und die Brühe in ausreichender Menge dafür sorgen) und serviert das Hirschgulasch mit einem schönen Gläschen Rotwein :-)
Es war unglaublich lecker. Ich hab hier ja schonmal ein Hirschgulasch gepostet...ich kann nicht sagen, welches besser war...wer Wild mag, sollte einfach beide probieren...und dann mal hier kommentieren, welches besser war ;-)