Sonntag, 27. April 2014

Steak mit Kartoffelpäckchen - aus dem Aldi ;-)

In einem der letzten Aldi (Süd)-Prospekte war, um die Leckereien aus dem Aldi besonders nachhaltig zu bewerben, ein Rezept für Kartoffelpäckchen abgedruckt. Ich denke, besonders gut gelingen diese natürlich, wenn man die Zutaten dafür auch im Aldi kauft. 
Jedenfalls hörte sich das ganz lecker an und ich wollte diese Kartoffelpäckchen zu einem Steak servieren.

Der Aufwand für diese Kartoffelpäckchen ist nicht ganz unerheblich, aber wenn's lecker ist, dann ist das schon ok.

Zuerst werden eine Zucchino, je eine grüne, gelbe und rote Paprika, 2 Zwiebeln und 2 Knoblauchzehen fein gewürfelt.
Die Zwiebeln und der Knoblauch werden in Olivenöl angedünstet, bevor dann das restliche Gemüse dazu kommt und ebenfalls bei geschlossenem Deckel ein paar Minuten angedünstet wird.
Dann kommt eine Dose gewürfelte Tomaten dazu, das Ganze wird mit Salz, Pfeffer und italienischen Kräutern gewürzt und leise vor sich hin köcheln gelassen...wenige Minuten.
Zum Schluss werden noch 2 EL Kartoffelpüreepulver eingerührt und das Ganze wird abkühlen gelassen.
Jetzt werden mittelgroße festkochende Kartoffeln in sehr dünne Scheiben geschnitten...am Besten mit so einer Reibe und kreuzförmig auf ein Küchenkrepp gelegt.
Dann kommt da eine Scheibe Parmaschinken drauf, danach die Gemüsemischung...
...und dann wird das Ganze zu einem Päckchen zusammen gefaltet. Bei mir sah das dann so aus ;-)
Ich weiß aus sicherer Quelle, dass das so nicht aussehen sollte (Auflösung unten), aber anders gings nicht.
In Olivenöl hab ich das Ding dann angebraten.
Parallel dazu brät man die Steaks an...salzen, pfeffern und ab in die Pfanne...solange, wie man es halt am liebsten mag...
...und servieren...am Besten mit einem guten Glas Rotwein...
Also, was sagt man dazu: zum Steak braucht man nix zu sagen...das ist immer top.
Zu den Kartoffelpäckchen: sehr lecker, aber irgendwas hab ich falsch gemacht. Eigentlich hätten die so aussehen sollen:
Die Herrschaften im Aldi-Kochstudio haben das auf jeden Fall besser hingekriegt. Ich denke, die Kartoffelscheiben waren noch zu dick. Ich werde morgen mal versuchen eine Reibe aufzutreiben, die die Scheiben noch dünner macht. Ansonsten mach ich einfach nur oben eine Schicht und unten eine Schicht Kartoffeln und gut ist...auf jeden Fall wird das morgen nochmal ausprobiert...ihr werdet es nachlesen können ;-)
Vielleicht lag es auch daran, dass nicht alle Zutaten aus dem Aldi waren ;-)...

Donnerstag, 24. April 2014

Spaghetti mit Thunfisch - der Tag nach dem Kotelett im Max Stark

Nachdem ich gestern abend mal wieder bei Max Stark auf ein(ige) Kölsch und dieses kolossale Kotelett eingekehrt bin, hatte ich heute das Gefühl, immer noch satt zu sein. Ich hatte aber trotzdem einen Gusto auf was kleines und so kam ich zu den Spaghetti mit Thunfisch.
Mein Bruder hatte mir ja aus Venedig diese Diavolo-Mischung mitgebracht. Als ich nun dieser Tage selber in Venedig war hab ich mir auch so eine Mischung gekauft, allerdings ohne Diavolo ;-)...
Zwei Teelöffel davon werden mit etwas Wasser angerührt und ein paar Minuten ziehen gelassen. Dann gibt man ein bisschen Olivenöl dazu.
Diese Mischung gibt man dann mit einer kleinen Dose Thunfisch in Öl (für die hier üblichen Dosen Thunfisch braucht man mindestens 4 TL von der Mischung) in eine Pfanne und erwärmt das Ganze kurz.
Tja, und schon kann man das Ganze auf den Spaghetti servieren.
Sehr lecker und sehr schnell. Das was am längsten dauert, ist die Spaghetti zu kochen ;-)...

Dienstag, 22. April 2014

Schweinefleisch in Hoi-Sin-Sauce - die Reste vom Roastbeef

Als es letzthin Roastbeef gab, musste ich ja für die Mädels Schnitzel machen, weil das Roastbeef nicht den Gusto der pubertierenden Gaumen traf. Davon waren noch 2 übrig, die ich heute zu Schweinefleisch in Hoi-Sin-Sauce verarbeiten wollte. Damit müsste ich nun auch alle drei Fleischsorten, die man klassischerweise beim Chinesen mit Hoi-Sin-Sauce serviert kriegt, auch hier mal gekocht haben ;-).

Zuerst wird das Fleisch (etwa 250 g) in feine Streifen geschnitten und eine Stunde in einem EL Sojasauce mariniert.
3 Möhren werden in feine Streifen geschnitten (ich hab bei der Gelegenheit gelernt, dass das dann 'Juliennestreifen' heißt), ebenso eine rote und eine gelbe Paprika und etwa 3 bis 4 Frühlingszwiebeln werden in feine Ringe geschnitten.
Dann wird das Fleisch in einer Wok-Pfanne in Sesamöl angebraten und anschließend aus der Pfanne genommen.
Danach werden der Reihe nach erst die Möhren in die Pfanne gegeben (bei Bedarf nimmt man noch etwas Öl dazu), dann die Paprika, dann die Frühlingszwiebeln und zum Schluss eine Dose Bambussprossen.
Man brät alles kurz an und würzt dann mit 2 EL Fischsauce und etwa 3 EL Hoi-Sin-Sauce.
Dann gibt man das Fleisch wieder dazu und schmeckt alles mit Fünf-Gewürz-Pulver und Sambal Olek ab...
...und serviert mit Basmati-Reis.
War lecker...chinesisch wie im Peking Garden, Der chinesischen Mauer oder der Lotusblüte ;-)...kann man wieder machen...

Montag, 21. April 2014

Spaghetti aglio e olio mit getrockneten Steinpilzen

Die letzten Steinpilze, die ich noch getrocknet im Haus hatte und die aus der eigenen Jagd stammen, sollten heute mit Spaghetti aglio e olio ihrer Bestimmung zugeführt werden. Die Steinpilze hab ich natürlich nicht selber gesammelt. Ich würde sie nicht mal als solche erkennen, wenn sie mir in Wald und Wiese begegnen würden. Ich verdanke diesen Vorrat meinem Vater...und das waren nun die letzten aus seiner aktiven Zeit.

Die Steinpilze werden mindestens eine Stunde in Wasser eingeweicht, 6 bis 7 Zehen Knoblauch werden grob gewürfelt, 3 getrocknete Peperoni in Ringe geschnitten, 6-7 getrocknete Tomaten in kleine Stücke geschnitten und etwa 10 Cherrytomaten werden halbiert.
Die Peperoniringe und die Knoblauchwürfel werden in etwa 100 ml Olivenöl eingelegt und mit etwas Salz und Pfeffer gewürzt.
Das Knoblauch-Peperoni-Öl-Gemisch wird in einer Pfanne vorsichtig erhitzt...nicht zu stark, damit der Knoblauch nicht braun wird.
Dann kommt gewürfelter Speck dazu...
...und schließlich die Pilze und die getrockneten Tomaten.
Das Ganze lässt man ein wenig einköcheln und fügt dann die halbierten Cherrytomaten und eine gute Portion Petersilie dazu und schmeckt alles mit Salz und Pfeffer ab.
Das Gemisch reicht für etwa 500 g Spaghetti, die man vorher gekocht hat. Diese werden jetzt durch die Pfanne gezogen und mit alldem vermischt.
Aus der Pfanne wird dann am Tisch serviert...
War das lecker...allerdings würde ich zu den Steinpilzen sagen, dass sie nicht dominant waren bei dem Gericht. Ich hätte mir den Steinpilzgeschmack noch etwas stärker gewünscht. Aber als Ganzes war es super...sehr empfehlenswert.

Roastbeef in Senf-Kräuter-Marinade - gehört in meine Top 5

So ein im Ofen bei 80 Grad gegartes Roastbeef ist nur mit ganz wenig anderem zu toppen. Und ich hatte es schon länger nicht mehr auf der Speisekarte. Also sollte es gestern mal wieder soweit sein. Für die Mädels musste ich natürlich Schnitzel machen, denn so rotes Fleisch empfinden sie als unüberwindbare Herausforderung ;-).

Für die Marinade mischt man 5 EL Olivenöl mit 3 TL mittelscharfem Senf. Ich habe 2 TL Calvados-Senf und einen TL geräucherten Senf genommen, es geht aber auch einfacher;-). Dazu kommen ein halber TL Majoran und ein halber TL Thymian. Außerdem presst man 2 Zehen Knoblauch mit rein. Mit Salz und Pfeffer schmeckt man die Marinade ab.
Das Fleisch wird etwa 2 Stunden vor der Verarbeitung aus dem Kühlschrank genommen. Dann wird es leicht gesalzen (ich habe wieder diese mallorquinischen Salzflocken genommen) und rundherum in Butterschmalz scharf angebraten.
Der Ofen wird auf 80 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Nach dem Anbraten lässt man das Fleisch einige Minuten ruhen, bevor es dann mit der Marinade großzügig eingepinselt wird...
...und für etwa 105 bis 120 Minuten (bei einem 800 g Stück) im Ofen verschwindet. Das Angenehme bei der Niedrigtemperatur-Methode ist ja, dass es nicht auf ein paar Minuten mehr oder weniger ankommt.
Alle halbe Stunde etwa bepinselt man das Fleisch erneut dünn mit der Marinade.
Während das Fleisch vor sich hingart, kann man sich in aller Ruhe den Beilagen widmen...oder den Sonderwünschen, wie z.B. Schnitzel ;-), den Tisch vorbereiten und servieren...
Das Fleisch sollte bevor es angeschnitten wird noch etwa 10 Minuten ruhen.
Kurz und knapp: ein phantastisches Essen...

Samstag, 19. April 2014

Spaghetti vongole - eine Entdeckung in der dritten Reihe

Die erstaunlichsten Entdeckungen macht man ja, wenn man in seinem Vorratsregal mal in der dritten Reihe und auch noch dahinter zu stöbern anfängt. Das ist ja wie eine Art Zeitreise...unglaublich, was man da für Schätze zu Tage fördert...bei manchen Dingen wundert man sich sogar, wie es überhaupt sein kann, dass sie da stehen...
So ging es mir heute vormittag, als ich dann in der dritten Reihe eine Dose Muscheln, die ich mal aus Frankreich mitgebracht habe, entdeckte. Wie gesagt sind solche Entdeckungen eine Art Zeitreise. Ich erinnerte mich spontan an den Sommerurlaub 2009 und auch an das Geschäft in Uzes, wo ich diese Dose Muscheln seinerzeit gekauft habe.
Da das Verfallsdatum mit Juni 2014 angegeben war, sollten sie heute ihre Bestimmung finden: Spaghetti vongole.

Zuerst werden zwei getrocknete Chilischoten, wenn man hat auch frische, in Streifen geschnitten, drei Knoblauchzehen grob gewürfelt und eine handvoll Cherrytomaten geviertelt.
Die Chilischoten und die Knoblauchwürfel werden in einem großzügigen Schluck Olivenöl angebraten...
...bevor die Tomaten dazu kommen...
...die Muscheln...
...und ein Bund glatte Petersilie, grob gehackt.
Das Ganze lässt man ein bisschen einköcheln und schmeckt es mit Salz und Pfeffer ab.
Währenddessen kocht man die Spaghetti und serviert.
Das war ne sehr gute Wahl für heute...sogar meiner Großen, die auf Meeresgetier an und für sich sehr gut verzichten kann, hat es geschmeckt, mit dem Hinweis: schmeckt nach Urlaub ;-).

Ich weiß natürlich, dass man für Spaghetti vongole die Muscheln mit Schale nehmen soll, weil das sonst nix ist. Ich hatte aber nun mal keine und außerdem hat sich mir der Charme der Muscheln mit Schale in Spaghetti noch nie erschlossen. Mir ist das schlicht und ergreifend zu mühsam, da jede einzelne Muschel erst aus der Schale zu knubbeln...und so schmeckts ja auch, auch wenn es nicht ganz original Spaghetti vongole sind ;-).

Hasenrücken in Johannisbeersauce - ich versichere, es war nicht der Osterhase

Ich hatte noch Hasenrückenfilets in der Kühltruhe und wollte eben diese servieren. Mit Johannisbeersauce. Zu spät merkte ich, dass es vielleicht ein wenig seltsam ist, ausgerechnet an Karfreitag einen Hasen auf den Tisch zu bringen. Ich habe es aber trotzdem durchgezogen, weil ich vesichern kann, dass es nicht der Osterhase war. Der kommt am Sonntag...und wenn nicht, meine Schuld ist es nicht ;-).

Der Hasenrücken wird zunächst mal für 2 bis 3 Stunden in eine Marinade aus Johannisbeersaft (ca. 500 ml), 2 gewürfelten Zwiebeln, Rosmarin und einem TL gehackten Wacholderbeeren eingelegt.
Dieses Rezept verzichtet darauf, den Hasenrücken erstmal für 2 Tage in Buttermilch einzulegen. Ich war skeptisch.
Nach 2 bis 3 Stunden wird der Hasenrücken abgetupft und der Ofen wird auf 80 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizt.
Der Hase wird nun gesalzen und gepfeffert, in Butterschmalz angebraten und dann offen in den Ofen gestellt.
Die Marinade wird in die Pfanne gegossen und bei starker Hitze auf etwa 1/4 reduziert.
Wenn das soweit ist, wird ein Becher Sahne dazu gegossen, das Ganze lässt man noch etwas einkochen, schmeckt das Sößchen mit Salz und Pfeffer ab...
...und serviert die Hasenrückenfilets mit Kartoffeltalern und Brokkoli.
Das war mal wieder sehr lecker, das Fleisch musste tatsächlich nicht 2 Tage in Buttermilch eingelegt werden...was natürlich auch daran liegen kann, dass es sich hierbei vermutlich um einen gezüchteten Stallhasen handelte. Wenn der Hase tatsächlich vom Waidmann in freier Wildbahn erlegt wurde, ist der Wildgeschmack vielleicht doch auch noch mal intensiver, so dass man sich die Sache mit der Buttermilch doch nochmal überlegen sollte.
Ach, und die Wacholderbeeren im Sößchen sind zum Würzen natürlich super und unverzichtbar...aber man sollte es vermeiden auf eine drauf zu beißen...die können was ;-)